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Die spannenden und vielseitigen «aktuell»-Hefte für die Oberstufe bieten den Lehrpersonen die Möglichkeit, interessante und aktuelle Themen kurzfristig in den Unterricht des Fachbereichs Natur, Mensch, Gesellschaft einzubauen. Dabei erhalten sie mit dem Lehrmittelkommentar eine Fülle von Ideen und komplette Arbeitsblätter, welche direkt im Unterricht einsetzbar sind. Im Dezember 2018 erschien die letzte Ausgabe der Heftreihe «aktuell». Der Nachfolger heisst «zikzak». Hier geht's zu weiteren Infos.

aktuell - Hefte / Verbrochen - Vorgeladen - Verurteilt

Noch vor rund acht Jahren war der Begriff «Jugendkriminalität» ein Dauerthema. Politiker rissen sich um das Thema um hervorzuheben, wie sie mit ihrem politischen Engagement die Gesellschaft wieder auf den richtigen Kurs bringen wollen. Inzwischen ist es viel ruhiger um das Thema geworden. Es gibt andere Themen, um die sich die Presse und die Politiker heute buhlen. Doch wie steht es heute mit unseren Jugendlichen? Gibt es keine kriminelle Jugendliche mehr? Die Statistiken zeigen, dass die Jugendkriminalität in den vergangenen Jahren gesamtschweizerisch deutlich zurückgegangen ist.

Das Jugendstrafrecht änderte sich mit der Einführung des Jugendstrafgesetzes am 1. Januar 2007 von einem monistischen System zu einem dualistischen System. Strafen, damit der Jugendliche für sein begangenes Delikt sühnen muss und Massnahmen um die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen so zu beeinflussen, dass sie künftig keine weiteren Delikte mehr begehen.

Die Autorin ist seit 20 Jahren in der Strafverfolgung tätig. Anhand von sechs realen Fällen zeigt sie auf, wie vielseitig und kreativ die Jugendanwaltschaft bei der Beurteilung der Straftaten sein kann. Ziel ist es, auf ein Delikt eines Jugendlichen eine massgeschneiderte Reaktion folgen zu lassen, welche den Jugendlichen erzieherisch in seiner Persönlichkeitsentwicklung positiv beeinflussen soll.

Die Autorin erklärt in einer auch für Nicht-Juristen verständlichen Sprache die im Jugendstrafgesetz vorgesehenen Strafen und Massnahmen und die im Verfahren beteiligten Protagonisten. Damit können die Lehrer mit den Schülern anhand von Fallbeispielen aus dem Lehrmittelkommentar auch selber „Richter“ spielen. Die unterschiedlichen Ansichtsweisen wenn man eine Situation aus der Opfer- oder aus der Beschuldigtenrolle betrachtet, werden bestimmt zu spannenden Diskussionen führen.

Die Autorin zeigt auf, dass ein Jugendlicher sich mit einer Verurteilung nicht seine Zukunft verbaut, sondern es ihm neue Perspektiven aufzeigen kann. Das Interview mit einer straffälligen Jugendlichen ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie sie trotz Deliktskarriere und Schulausschluss doch noch den Rank fand.

Das Heft zeigt, dass Recht keine trockene verstaubte Materie ist. Ich bin überzeugt, dass sowohl die Lehrer als auch die Schüler durch die Lektüre dieses Heftes merken werden, wie kreativ die Rechtsanwendung sein kann.

LV St.Gallen

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